Der Beach Volleyball Grand Slam von 27.Juli bis 1.August 2010 in Klagenfurt
geschrieben am: Freitag, den 06. August 2010 um 17:52 Uhr | Kategorie: Praxisprojekte
Auch wenn es in den Semesterferien keine Unterrichtsveranstaltungen gibt - Ferien und Studium lassen sich manchmal doch gut miteinander kombinieren.
Kathrin Hirczy studiert Medienmanagement, Sportmanagement und Eventmagagement an der ASCENSO Business- und Medienakademie Mallorca und ist selber sehr sportbegeistert. Vor einigen Tagen besuchte sie den Beach Volleyball Grand Slam in Klagenfurt in Österreich , um als studentische Pressevertreterin darüber zu berichten.
Der A1 Beach Volleyball Grand Slam in Klagenfurt, der dieses Jahr das 14. Mal stattfand, ist eines der größten Sommerevents in Österreich. Als Studentin der ASCENSO Business- und Medienakademie Mallorca war ich, Kathrin Hirczy, mit meinem Presseausweis dabei und durfte Presseluft schnuppern.
Am Freitag, dem 30. Juli 2010 wurde es ernst – nicht nur Achtel- und Viertelfinale des Beach Volleyball Grand Slams standen an, sondern auch meine erste Akkreditierung. Die fiel gleich sprichwörtlich ins Wasser, denn am ersten Tag war keine Spur von Sonnenschein.
Tausenden Fans, die trotzdem gekommen sind, war das egal. Sie feierten und zeigten sich trotz schlechten Wetters sehr freizügig. Aus dem Pressezelt und mit freier Sicht auf das Spielfeld fieberte ich mit den österreichischen Volleyballern und Volleyballerinnen mit.
Auf 6 verschiedenen Courts spielten die 186 Teams (bestehend aus 2 Personen) aus 36 Nationen zuvor um den Einzug ins Achtel- und Viertelfinale.
Der Beach Volley Ball Grand Slam in Klagenfurt ist nur eine Station der Beach Volley World Tour 2010. Nach Brasilien, Tschechien, Italien und anderen schönen Plätzen der Welt präsentierte sich Kärnten von seiner besten Seite. Abseits vom schnellen Ballwechsel mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h wurde den Fans mit zusätzlicher Action eingeheizt, z.B. durch das „Baggerspiel“ von Ö3, wo es Geschick zu beweisen galt, beim Ausbuddeln von Eintrittskarten und CDs. Entspannung pur garantierte das Römerquellezelt mit kostenlosen Massagen. Caro, eine der Masseusen, gab mir eine Kostprobe und danach fühlte ich mich gleich viel entspannter.
Nach dem Rot-Weiß-Roten Viertelfinale zwischen Montagnolli/Hansel und den Schwaiger-Schwestern gewannen letztere eindeutig in 2 Sätzen und standen somit im Semifinale, das am 31. Juli 2010 ausgetragen wurde.
Als am 30. Juli 2010 um 20:00 Uhr der letzte Ballwechsel stattfand war noch lange kein Ende in Sicht. Nachts öffnete das Casino Velden seine Pforten für ausgewählte Gäste und mich…ich habe nämlich das Glück auf alle Side-events zu kommen. Auf der „VIP Casino night“ war alles vertreten was Rang und Namen hat. Von österreichischen Skisportlern bis hin zu internationalen Prominenten war alles dort und genoss die Stimmung, die fast so gut war wie auf dem Platz. Ausgelassen wurde in der Ö3 Disco gefeiert und draußen in der Lounge diskutiert bis in die Morgenstunden.
Der nächste Tag (31. Juli) begann am Vormittag um halb 10 am Center Court, wo es um den Finaleinzug bei den Damen ging. Im ersten Spiel dominierten die beiden Brasilianerinnen Juliana und Larissa gegen das Beach Volleyball Duo aus Deutschland. Auch die 2. Semifinalistinnen aus Brasilien konnten das Spiel gegen Österreich für sich entscheiden. Im „kleinen Finale“ wurde dem österreichischem Damenteam Babsi Hansel und Sara Montagnolli von den 13.200 Zuschauern mit der inoffiziellen Österreichhymne „I am from Austria“ von Reinhard Fendrich noch einmal so richtig eingeheizt. Nach einem spannenden Ballwechsel dominierten jedoch die Deutschen Goller und Ludwig und belegten somit den 3. Platz. Hansel und Montagnolli erreichten wie im letzten Jahr Platz 4. Der Beach Volleyball Grand Slam in Klagenfurt für die Damen endete mit dem Finale der 4 Brasilianerinnen. Die Nummer 1 der Welt Larissa und Juliana zeigten den begeisterten Zuschauern bei strahlender Sonne wie man Beach Volleyball zelebriert. Sie gewannen gegen Vivian und Lima in zwei Sätzen und wurden somit Turniersiegerinnen.
Auch die Herren zeigten eine starke Präsenz. Die Achtel- und Viertelfinale wurden am selben Tag ausgetragen. Am Ende standen die Halbfinalisten mit jeweils 2 Teams aus Brasilien und den USA fest.
Am Samstagabend stand das kleine Örtchen Pörtschach ganz in der Aufmerksamkeit der Fans. Bei der Ö3 Disco sorgte James Cottriall mit seinem Sommerhit „Unbreakable“ für gute Partystimmung – gefeiert wurde als ob es kein morgen gäbe.
Doch am nächsten Tag standen die Fans auch wieder um 8 Uhr morgens auf der Matte, um sich ganz dem Halbfinale und Finale der Beach Volleyballer zu widmen. Das erste Semifinale zwischen Fuerbringer/Lucena (USA) gegen Marcio/Ricardo (BRA) gewannen die Amerikaner und standen somit zum ersten Mal in ihrer Karriere in Klagenfurt im Finale. Auch das zweite Semifinale ging zugunsten der Amerikaner aus. Hier besiegten die Vorjahressieger und Favoriten Rogers/Dalhausser (USA) die Brasilianer Alison/Emanuel. Somit trugen die Amerikaner das Finale unter sich aus.
Vor dem Finale lud Red Bull die Pressevertreter noch zu einer Speedboat-fahrt ein. Am Ufer des Wörthersees stiegen wir ein und wurden nach der ersten Drehung mit gefühlten 100 km/h von oben bis unten nass – was an diesem Tag eher angenehm war, denn es hatte 30 Grad. Danach lud der Veranstalter Hannes Jagerhofer zur Abschlusspressekonferenz. Laut Jagerhofer war der Grand Slam mit 118.000 Zuschauern zwar nicht so gut besucht wie letztes Jahr, aber dies könne man dem schlechten Wetter von Donnerstag und Freitag zuschreiben. Um 15.00 Uhr startete das spannende letzte Spiel de Beach Volleyballs in Klagenfurt 2010 und endete mit einem Sieg für die Titelverteidiger Roger und Dalhausser.
Nach einer Siegerehrung, die mir eine Gänsehaut bescherte verließen die Fans den Center Court. Zurück blieben ein leeres Stadion und viel Müll. Die Verantwortlichen begannen mit den Aufräumarbeiten – ich stand und war überwältigt. Mit dem Willen nächstes Jahr wieder dabei sein zu wollen, verließ ich Klagenfurt am selben Tag. Die Siegesfeier fand statt – leider ohne mich. Aber sie war ein großer Erfolg und ein verdientes Fest für alle die an dieser unglaublichen Veranstaltung mitgewirkt haben.
Text/ Bilder: Kathrin Hirczy



