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Ein erster kleiner Schritt auf dem langen Weg

geschrieben am: Donnerstag, den 19. Mai 2011 um 08:03 Uhr | Kategorie: Kolumne

Sinah HoffmannTheorie ist und bleibt ein grauer Schatten verglichen mit der Praxis. Wir studieren Business- bzw. Eventmanagement, planen fiktive Veranstaltungen, stellen Budgetpläne zusammen, entwickeln Konzepte und Zielgruppenprofile. Am Ende ist das lediglich Handwerkszeug in seiner allereinfachsten Grundform.

 

Auf die Realität unseres künftigen Jobs kann uns nur die praktische Erfahrung vorbereiten. Umso spannender war die freiwillige Arbeit auf dem Ironman in Alcudia. Hier konnten wir hautnah miterleben, wie solch ein Mega-Event tatsächlich gestemmt wird. Zwar blieben die großen Organisations-Türen für unsere neugierigen Augen geschlossen, doch auch an den kleinen Stationen gab es ungemein viel zu lernen. Allein die Wechselzone war eine logistische Meisterleistung. Nummerierte Beutel mit der Sportkleidung von knapp 2000 Athleten hingen an riesigen Holzgerüsten. Jeder dieser Beutel musste der passenden Nummer zugeordnet werden. Nur ein Fehler und der Sportler findet in dem Beutel-Berg seine Sachen nicht mehr. Das Rennen wäre für ihn gelaufen. Unsere Aufgabe war es, die Sportlern aus den nassen Neoprenanzügen zu schälen und dafür zu sorgen, dass alles wieder ordnungsgemäß in den Beuteln verstaut wird. Anschließend mussten die 2000 Beutel zurück an ihren speziellen Haken. Keine 20 Minuten später ging das ganze Spektakel von neuem los. Dann kamen die ersten nämlich schon von der Radetappe zurück und mussten sich für den Halbmarathon umziehen.

Obwohl sowohl Athleten als auch die 20 Helfer unter enormem Druck standen, lief alles reibungslos ab. Neben den Unmengen an Freiwilligen, gab es eine Handvoll geschulter Supervisor an der Wechselstation. Von denen bekamen wir nicht nur Anweisungen, sondern wertvolle Tipps, wie wir unsere Arbeit noch einen Tick schneller erledigen können.

Zwar ist ein Tag bei solch einem Event noch lange nicht genug, um wirklich alles zu verstehen und zu verinnerlichen. Trotzdem ist es ein Anfang auf unserem langen Weg zum Event-Experten.

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Text:
Sinah Hoffmann