"Malloween" oder "Man kann ja nicht nur studieren"
geschrieben am: Donnerstag, den 04. November 2010 um 17:23 Uhr | Kategorie: Campusleben
Hier auf der Insel wird Halloween ausgelassen gefeiert. Auch die ASCENSO-Studenten lassen die Bücher im Schrank, hüllen sich in kreative Kostüme und tanzen bis in die frühen Morgenstunden.
An einem normalen Tag wären wir beim Anblick des verschimmelten Brotlaibes vermutlich aus der Küche gerannt und hätten unsere Finger anschließend mit Desinfektionsmittel geschrubbt.
Doch heute ist Halloween und so ziemlich alles erlaubt. Daniel und seine Mitbewohner haben zur Grusel-Party in ihrer WG geladen. Viele ASCENSO-Studenten sind dem Ruf gefolgt und haben bei ihren kreativen Verkleidungen keine Mühe gescheut.
Während Anne als schönes Burgfräulein durch die Wohnung schwebt, flitzt Kriemi als blonder Todesengel durch die Flure, dicht gefolgt von Horror-Clown Tatjana. Selbst wenn man keine Fünf mehr ist, sorgt das Kostüm der Französin für Albträume. Die Halbglatze wirkt ebenso täuschend echt wie die verfaulten Zähne, die sich Tatjana in mühevoller Kleinarbeit selbst anklebte. Doch nicht alles ist so wie es scheint an diesem Abend.
Schnell ist auch das Missverständnis mit dem "verschimmelten" Brot geklärt. Natürlich wollen uns die Gastgeber nicht vergiften, sondern nur den Ekelfaktor ein wenig erhöhen. Der vermeintliche Pilzbelag ist nämlich in Wahrheit Mehl und grüne Lebensmittelfarbe.
Schon Tage vor der großen Sause waren die Vorbereitungen in vollem Gange. Gastgeber und DJ Daniel bestach diverse Nachbarn mit Weinflaschen und Erstsemestlerin Henrike - das fleißige Bienchen - war stundenlang in der Küche am werkeln.
Unmengen von Leckereien wie Karamellbirnen, Tiramisu und Salate stapeln sich auf dem Küchentisch und sorgen für eine gute Grundlage. Denn auch an Spirituosen wurde nicht gespart.
Bis in die frühen Morgenstunden tanzen wir zu den heißen Rhythmen, welche DJ Daniel durch die Lautsprecher dröhnen lässt. Doch irgendwann hat auch die beste Party ein Ende. Während einige erschöpft ins Bett krabbeln, ziehen andere Nachtschwärmer noch nach Arenal und zum Paseo Maritimo, um dort den Abend bzw Morgen ausklingen zu lassen. Schon jetzt ist der Montag verplant: die Party muss ausgewertet und Fotos hochgeladen werden. Einige der Partygäste würden am Dienstag vermutlich gern mit einer Tüte über dem Kopf in der Uni erscheinen. Aber was soll´s. Man kann schließlich nicht nur studieren.
Text: Sinah Hoffmann



